Ich arbeite gerne unabhängig und frei. Themen, Ideen und Visionen kommen in einem Zustand der Leere und der Stille. Die Auseinandersetzung beginnt mit dem Wahrnehmen von Themen, Ideen oder Visionen. Aus einer oder mehreren dieser Wahrnehmungen zeigen sich Fokussierungen, Gewichtungen, Strukturen, die es gilt ins Hier zu holen. Sie wollen umgesetzt werden. Dabei führen sie mich zu einem bestimmten Material. Material, das mich zur Umsetzung der Arbeit inspiriert. Es gibt mir Inputs, die ich zur Gänze auslote. Ich reagiere auf Materialien, auf Vorgefundenes. 

Ich lege meinen Fokus nicht auf die figurative Skulptur, die Bedeutung an sich, die ein Ding meint. Vielmehr möchte ich aus den oszillierenden Feldern der Wahrnehmung Strukturen des Daseins künstlerisch nachempfinden. Diese Strukturen liegen im Dazwischen, zwischen Schweben und Verankerung, Unbestimmtheit und Konkretisierung. Anders ausgedrückt sind es Prozesse des Lebens, die zwischen Vergänglichkeit und Dauer, Werden und Vergehen liegen.

Ich trage dieses Dazwischen, das Fragile zu Tage. Dabei zeigt sich die Welt nicht in ihrer physischen Festigkeit sondern in ihrer Flüchtigkeit. Die Fragilität unseres Daseins, die Komplexität unserer Welt unter ständig wechselnden Bedingungen suche ich sichtbar zu machen. Flüchtigkeit in diesem Zusammenhang meint nicht, dass sie nicht zu fassen wäre. Das noch nicht zu Fassende, das Noch-Nicht ist ein Zwischenzustand. Daraus ergeben sich Möglichkeiten neuer Gestaltung. Gedanken tauchen auf und zerstreuen sich und tauchen wieder auf bis sie sich konkretisieren und in der Arbeit umgesetzt werden können. Splitter zeigen sich, die an richtiger Stelle passend zusammengefügt werden wollen. Die Möglichkeit ständigen Intervenierens -  jedes Teil an passende Stelle zu setzen -  nimmt eine große Wichtigkeit ein. Andererseits gilt es Entscheidungen zu treffen, schließlich weisen sie den Weg zur Fertigstellung.